Seedance 2.0 Bild-zu-Video Tutorial (2026)
Die Bild-zu-Video-Funktion von Seedance 2.0 gehört zu den stärksten Features. Statt eine Szene von Grund auf per Text zu beschreiben, lädst du ein Standbild hoch und sagst der KI genau, wie sie es zum Leben erwecken soll – was sich bewegt, wie sich die Kamera verhält und welcher Stil angewendet wird. Das Ergebnis ist ein 4 bis 15 Sekunden langes Video in bis zu 2K-Auflösung, das Komposition, Farben und Details deines Originalbilds bewahrt und gleichzeitig natürliche, filmische Bewegung hinzufügt.
Dieses Tutorial führt dich durch den gesamten Bild-zu-Video-Workflow, vom Vorbereiten deiner Ausgangsbilder bis zum Schreiben wirkungsvoller Bewegungs-Prompts. Du findest hier Copy-and-paste-Prompt-Beispiele, fortgeschrittene Techniken wie First-Frame-Locking und Charakteranimation sowie Lösungen für die häufigsten Probleme, auf die Kreative stoßen.
Warum Bild-zu-Video (statt Text-zu-Video)
Text-zu-Video ist mächtig, gibt dir aber weniger Kontrolle über die Ausgangskomposition. Wenn du bereits einen bestimmten Look, eine Figur, einen Produktshot oder eine Szene im Kopf hast, ist Bild-zu-Video aus drei Gründen der bessere Workflow:
Visuelle Präzision. Dein Bild fixiert Komposition, Farbpalette, Beleuchtung und das Aussehen des Motivs. Die KI muss nicht raten, wie deine Figur aussieht oder wie die Szene gerahmt ist – sie startet von deinem exakten Bild.
Charakterkonsistenz. Eines der schwierigsten Probleme bei KI-Video ist es, Figuren über alle Frames hinweg gleich aussehen zu lassen. Wenn du ein Referenzbild bereitstellst und das @mention-System nutzt, behandelt Seedance 2.0 dieses Bild als verbindlichen Anker und behält Gesichtszüge, Kleidung und Körperproportionen über den gesamten Clip hinweg bei.
Schnellere Iteration. Statt komplexe visuelle Beschreibungen neu zu schreiben, tauschst du einfach ein Bild gegen ein anderes. Dein Prompt bleibt auf Bewegung und Kameraführung fokussiert, was leichter anzupassen ist.
Bild-zu-Video eignet sich ideal für Produktdemos, Charakteranimation aus Concept Art, Social-Media-Inhalte aus vorhandenen Fotos, die Umwandlung von Storyboards in Videos und jeden Workflow, bei dem die visuelle Identität bereits feststeht.
Was du brauchst, bevor du loslegst
Bevor du Dreamina öffnest, bereite Folgendes vor:
Ein Dreamina-Konto
Seedance 2.0 läuft auf ByteDances Dreamina-Plattform unter dreamina.capcut.com. Registriere dich mit einem CapCut- oder ByteDance-Konto. Neue Konten erhalten kostenlose Testguthaben – genug für mehrere Test-Generierungen.
Hochwertige Ausgangsbilder
Die Bildqualität bestimmt direkt die Qualität der Ausgabe. Beachte diese Richtlinien:
- Auflösung: 2K (2048x1152) oder höher. Seedance 2.0 gibt bis zu 2K aus, das Einspeisen eines 720p-Quellbilds bedeutet also, dass die KI hochskalieren und Details erraten muss.
- Format: JPG, PNG oder WebP. PNG ist bei Bildern mit Transparenz oder feinen Details vorzuziehen.
- Motivschärfe: Das Hauptmotiv sollte scharf im Fokus und gut beleuchtet sein. Vermeide starke Kompressionsartefakte, Bewegungsunschärfe oder kontrastarme Szenen.
- Kompositionsspielraum: Lass visuellen Raum für die geplante Bewegung. Wenn eine Figur nach vorn gehen soll, schneide sie nicht am Bildrand ab.
Ein klarer Bewegungsplan
Bevor du deinen Prompt schreibst, entscheide drei Dinge:
- Was bewegt sich? – Das Motiv, der Hintergrund oder beides?
- Wie bewegt sich die Kamera? – Schwenk, Orbit, Fahrt (Dolly), Neigung (Tilt), statisch oder Handkamera?
- Welche Stimmung/welches Tempo? – Langsam und filmisch oder schnell und energiegeladen?
Diese Antworten vor dem Start zu haben, verhindert vage, unfokussierte Prompts, die generische Ergebnisse liefern.
Schritt für Schritt: Bild zu Video in Seedance 2.0
Schritt 1: Dreamina öffnen und Modell auswählen
- Gehe zu dreamina.capcut.com
- Melde dich bei deinem Konto an
- Klicke in der Hauptnavigation auf AI Video
- Wähle im Modell-Dropdown Seedance 2.0 aus
Schritt 2: Referenzbilder hochladen
Klicke auf das Reference Panel (den Upload-Bereich auf der linken Seite der Oberfläche) und lade deine Bilder hoch. Du kannst sie per Drag-and-drop ablegen oder zum Durchsuchen anklicken.
Jeder hochgeladenen Datei wird automatisch ein @Tag zugewiesen:
- Erstes Bild:
@Image1 - Zweites Bild:
@Image2 - Und so weiter, bis
@Image9
Du kannst bis zu 9 Bilder, 3 Videoclips (insgesamt 15 Sekunden) und 3 Audiodateien (insgesamt 15 Sekunden) hochladen – maximal 12 Dateien pro Generierung.
Tipp: Für eine einfache Bild-zu-Video-Umwandlung reicht ein Bild. Verwende mehrere Bilder, wenn du Charakterkonsistenz über verschiedene Einstellungen hinweg brauchst oder ein Motiv und eine Stilreferenz getrennt definieren möchtest.
Schritt 3: Bewegungs-Prompt schreiben
Hier unterscheidet sich Bild-zu-Video von Text-zu-Video. Da dein Bild die visuelle Szene bereits festlegt, sollte sich dein Prompt auf Bewegung und Kameraführung konzentrieren, nicht auf die Szenenbeschreibung.
Verwende deine @Tags explizit:
@Image1 is the first frame. The woman's hair blows gently
in the wind. She slowly turns her head to the right and
smiles. Camera holds steady in a medium close-up.
Soft natural lighting, shallow depth of field.
Die vollständige Prompt-Formel und weitere Beispiele behandeln wir im nächsten Abschnitt.
Schritt 4: Ausgabeeinstellungen konfigurieren
Lege die folgenden Parameter fest:
| Einstellung | Optionen | Empfehlung |
|---|---|---|
| Seitenverhältnis | 16:9, 9:16, 4:3, 3:4, 1:1 | An das Seitenverhältnis deines Quellbilds anpassen |
| Dauer | 4–15 Sekunden | Zum Testen mit 5 s beginnen |
| Auflösung | Bis zu 2K (2048x1152) | Für die finale Ausgabe 2K verwenden |
Die Anpassung des Seitenverhältnisses ist wichtig. Wenn dein Quellbild 16:9 ist und du die Ausgabe auf 9:16 stellst, schneidet oder verformt die KI die Komposition und verliert dabei oft wichtige Details. Passe das Seitenverhältnis deines Quellbilds immer an die Ausgabeeinstellung an.
Schritt 5: Generieren
Klicke auf Generate und warte. Ein 5-Sekunden-Clip in 2K-Auflösung dauert typischerweise etwa 60 Sekunden.
Schritt 6: Prüfen und iterieren
Sieh dir das Ergebnis genau an. Prüfe auf:
- Bewegungsqualität: Ist die Bewegung flüssig und natürlich?
- Charakterkonsistenz: Behält das Motiv durchgehend sein Aussehen bei?
- Kameraverhalten: Folgt die Kamera deinen Anweisungen?
- Artefakte: Achte auf Flackern, Verzerrungen oder unnatürliche Verformungen, besonders an Händen und Gesichtern.
Wenn etwas nicht stimmt, passe in deinem Prompt jeweils nur ein Element an. Mehrere Dinge gleichzeitig zu ändern, macht es unmöglich zu erkennen, was das Ergebnis verbessert (oder verschlechtert) hat. Generiere 2 bis 4 Varianten pro Prompt, um die Resultate zu vergleichen.
Die Bild-zu-Video-Prompt-Formel
Bei Bild-zu-Video übernimmt dein Bild die visuelle Komposition, während dein Prompt die Bewegung steuert. Verwende diese Formel:
Motiv + Bewegung, Hintergrund + Bewegung, Kamera + Bewegung
Teile sie in drei Ebenen auf:
Ebene 1: Motivbewegung
Beschreibe, was das Hauptmotiv tut. Verwende konkrete Tätigkeitsverben:
- “The knight raises his sword slowly above his head”
- “The cat stretches and yawns”
- “The woman turns to face the camera”
- “The product rotates 180 degrees on the table”
Vermeide vage Anweisungen wie “the subject moves” – je konkreter das Tätigkeitsverb, desto besser das Ergebnis.
Ebene 2: Hintergrund-/Umgebungsbewegung
Beschreibe, was in der Szene rund um das Motiv geschieht:
- “Leaves fall gently in the background”
- “Rain streaks across the window”
- “City lights pulse and flicker in the distance”
- “Clouds drift slowly across the sky”
Wenn der Hintergrund statisch bleiben soll, sage das ausdrücklich: “The background remains still.”
Ebene 3: Kamerabewegung
Gib genau eine Kamerabewegung pro Clip an. Mehrere Kamerabewegungen in einem kurzen Clip zu kombinieren, führt oft zu instabilen Ergebnissen.
| Kamerarichtung | Was sie bewirkt |
|---|---|
Slow pan left/right | Horizontaler Schwenk über die Szene |
Dolly in/out | Kamera bewegt sich zum Motiv hin oder von ihm weg |
Orbit left/right | Kamera umkreist das Motiv |
Tilt up/down | Vertikale Kameradrehung |
Tracking shot | Kamera folgt der Motivbewegung |
Static shot | Kamera bleibt fixiert, keine Bewegung |
Handheld | Dezentes natürliches Wackeln für Doku-Feeling |
Alles zusammensetzen
Hier ist die Formel angewendet auf ein Porträtfoto:
@Image1 is the first frame. The woman slowly lifts her chin
and looks directly into the camera [subject motion]. A gentle
breeze moves the curtains behind her [background motion].
Camera slowly dollies in from a medium shot to a close-up
[camera motion]. Warm golden-hour lighting, cinematic color
grading, shallow depth of field [style].
Stil- und Constraint-Tags
Füge am Ende deines Prompts Stil-Schlüsselwörter hinzu, um die visuelle Aufbereitung zu steuern:
- Filmisch: “cinematic lighting, shallow depth of field, film grain, 24fps”
- Kommerziell: “clean studio lighting, product photography, crisp focus”
- Dramatisch: “high contrast, dramatic shadows, moody atmosphere”
- Weiche Bewegung: “smooth continuous motion, no jump cuts”
- Zeitlupe: “slow-motion movement, 120fps look”
7 Copy-and-paste-Prompt-Beispiele
Diese Prompts sind für die Bild-zu-Video-Generierung ausgelegt. Lade dein Bild hoch, füge den Prompt ein (ersetze die @Image1-Beschreibungen durch dein tatsächliches Motiv) und generiere.
Beispiel 1: Porträt-Animation
@Image1 as the first frame. The person blinks naturally and
turns their head slightly to the left. A faint smile appears.
Hair moves gently as if caught by a light breeze. Camera
holds steady in a medium close-up. Soft natural lighting,
cinematic color grading, shallow depth of field.
Am besten für: Porträtaufnahmen, Profilfotos, Charakterporträts.
Beispiel 2: Produktpräsentation mit Rotation
@Image1 as the first frame. The product slowly rotates 180
degrees on a reflective surface. Soft highlights glide across
the surface as it turns. Camera holds static at eye level.
Clean studio lighting, commercial product photography style,
crisp focus throughout.
Am besten für: E-Commerce-Produktshots, Marketingmaterial.
Beispiel 3: Landschaft zum Leben erwecken
@Image1 as the first frame. Clouds drift slowly from left to
right across the sky. Water ripples gently in the foreground.
Grass sways in a light breeze. Camera executes a slow dolly
forward into the scene. Golden-hour lighting, nature
documentary style, wide dynamic range.
Am besten für: Reiseinhalte, Immobilien, Naturfotografie.
Beispiel 4: Charakter-Actionszene
@Image1 is a warrior in full armor. The warrior raises their
sword overhead with both hands, then brings it down in a
powerful swing. Cape billows with the motion. Camera orbits
slowly to the right during the swing. Dramatic side lighting,
cinematic atmosphere, epic fantasy style.
Am besten für: Animation von Concept Art, Game-Marketing, Fantasy-Inhalte.
Beispiel 5: Mode- und Stil-Video
@Image1 as the first frame. The model takes two confident
steps forward on the runway. Fabric of the outfit flows and
catches the light with each step. Camera tracks backward,
keeping the model centered. Bright fashion show lighting,
high-contrast, editorial photography style.
Am besten für: Mode-Lookbooks, Social-Media-Reels, Markeninhalte.
Beispiel 6: Essen und Getränke
@Image1 as the first frame. Steam rises gently from the
surface of the coffee cup. A hand slowly reaches in from the
right side and lifts the cup. Liquid shifts naturally inside
the cup. Camera remains static, medium close-up. Warm
cafe lighting, cozy atmosphere, food photography style
with rich warm tones.
Am besten für: Restaurant-Marketing, Food-Blog-Inhalte, Getränkewerbung.
Beispiel 7: Architekturvisualisierung
@Image1 as the first frame. Sunlight slowly shifts across the
building facade, casting moving shadows. People walk past in
the foreground as small blurred silhouettes. Trees sway
gently. Camera slowly pans right along the building exterior.
Clean architectural photography style, natural daylight,
realistic atmosphere.
Am besten für: Immobilien, Architektur-Portfolios, Urban-Inhalte.
Fortgeschrittene Techniken
Sobald du dich mit dem grundlegenden Bild-zu-Video sicher fühlst, helfen dir diese Techniken, anspruchsvollere Ergebnisse zu erzielen.
First-Frame-Locking
Die zuverlässigste Art, Bild-zu-Video zu nutzen, besteht darin, dein Bild als ersten Frame des generierten Videos zu fixieren. So beginnt das Video exakt so, wie dein Bild aussieht, und die KI animiert von diesem Punkt aus vorwärts.
Verwende diesen Ausdruck in deinem Prompt:
@Image1 as the first frame.
Das weist Seedance 2.0 an, dein Bild als buchstäblichen Startframe zu behandeln, nicht nur als Stil- oder Charakterreferenz. Komposition, Farben, Motivposition und das gesamte Layout deines Bildes bleiben im ersten Frame erhalten, und die Bewegung baut von dort aus auf.
Last-Frame-Targeting
Du kannst auch einen Endpunkt definieren, indem du zwei Bilder hochlädst – eines für den Anfang und eines für das Ende:
@Image1 as the first frame, @Image2 as the last frame.
The character smoothly transitions from the sitting position
to standing. Camera holds steady. Continuous smooth motion.
Seedance 2.0 generiert ein Video, das natürlich von der Komposition in @Image1 zur Komposition in @Image2 übergeht. Das ist nützlich für:
- Vorher/Nachher-Transformationen
- Posenübergänge von Figuren
- Szenenübergänge (Tag zu Nacht, leer zu belebt)
- Produkt-Reveal-Sequenzen
Tipp: Halte beide Bilder im selben Seitenverhältnis und mit ungefähr gleicher Rahmung für den glattesten Übergang. Drastische Kompositionsänderungen zwischen erstem und letztem Frame können instabile Ergebnisse erzeugen.
Charakterkonsistenz über mehrere Bilder
Wenn du Inhalte mit mehreren Einstellungen erstellst (wie einen Kurzfilm oder eine Werbekampagne), verwende dasselbe Charakterreferenzbild über alle Generierungen hinweg:
Einstellung 1:
@Image1 is the main character. She walks through a busy
market street. Camera tracks alongside her. Daytime,
natural lighting.
Einstellung 2:
@Image1 is the main character. She stops at a fruit stand and
picks up an apple. Camera holds static, medium shot.
Same daytime lighting as previous scene.
Indem du in beiden Einstellungen dieselbe @Image1-Referenz verwendest, bleiben Gesicht, Kleidung und Körperproportionen der Figur über die Schnitte hinweg konsistent.
Stilübertragung von einem zweiten Bild
Lade ein Bild als dein Motiv und ein zweites Bild als deine Stilreferenz hoch:
@Image1 is the main subject. Apply the visual style, color
palette, and lighting from @Image2. The subject walks forward
slowly. Camera dollies in. Match the mood and atmosphere
of @Image2 exactly.
Das ist nützlich, wenn ein Foto wie ein Gemälde aussehen soll, eine Skizze wie ein 3D-Render oder bei jeder anderen stilübergreifenden Transformation unter Beibehaltung der Bewegung.
Bild- und Videoreferenzen kombinieren
Für maximale Kontrolle kombinierst du eine Bildreferenz (für das Aussehen) mit einer Videoreferenz (für die Bewegung):
@Image1 is the character. Replicate the exact camera movement
and action choreography from @Video1. Maintain the character's
appearance from @Image1 throughout. Cinematic lighting.
Das trennt die Aussehenssteuerung von der Bewegungssteuerung – dein Bild legt fest, wie die Dinge aussehen, und deine Videoreferenz bestimmt, wie sie sich bewegen.
Seed-Locking für iterative Verfeinerung
Wenn die Dreamina-Oberfläche einen Seed-Wert anbietet, notiere den Seed einer Generierung, die dir teilweise gefällt. Führe sie mit demselben Seed und einem leicht angepassten Prompt erneut aus, um bestimmte Elemente zu verfeinern, ohne die Gesamtkomposition zu verändern. Das ist besonders nützlich, wenn die Bewegung gut ist, aber der Stil angepasst werden muss, oder umgekehrt.
Best Practices für die Bildvorbereitung
Die Qualität deiner Ausgabe hängt direkt mit der Qualität deiner Eingabe zusammen. Befolge diese Regeln für beste Ergebnisse.
Auflösung ist entscheidend
| Eingabeauflösung | Erwartete Ausgabequalität |
|---|---|
| Unter 720p | Schlecht – sichtbare Artefakte, weiche Details |
| 1080p (1920x1080) | Gut – akzeptabel für Social Media |
| 2K (2048x1152) | Hervorragend – entspricht der nativen Ausgabeauflösung |
| 4K (3840x2160) | Hervorragend – liefert der KI maximale Detailtiefe |
Strebe immer 2K oder höher an. Wenn dein Quellbild unter 1080p liegt, solltest du es vor der Verwendung in Seedance 2.0 mit einem KI-Upscaler hochskalieren.
Anpassung des Seitenverhältnisses
Passe das Seitenverhältnis deines Quellbilds an das gewünschte Ausgabeverhältnis an:
| Plattform | Empfohlenes Verhältnis | Beispiel-Bildgröße |
|---|---|---|
| YouTube / Vimeo | 16:9 | 2048 x 1152 |
| TikTok / Reels / Shorts | 9:16 | 1152 x 2048 |
| Instagram Feed | 1:1 | 1440 x 1440 |
| Instagram Hochformat | 4:5 oder 3:4 | 1152 x 1536 |
Unpassende Verhältnisse zwingen die KI dazu, dein Bild zu beschneiden oder mit Rändern zu versehen, was ungewollte Bildausschnitt-Änderungen verursacht.
Motivpositionierung
- Platziere dein Motiv dort, wo es während des gesamten Clips bleiben soll. Ist die Figur zentriert, versucht die KI, sie zentriert zu halten.
- Lass Kopffreiheit und Negativraum in Richtung der geplanten Bewegung. Eine Figur, die nach rechts gehen soll, braucht Platz auf der rechten Seite des Bildausschnitts.
- Vermeide am Bildrand abgeschnittene Motive, es sei denn, du willst bewusst einen teilweisen Bildausschnitt.
Beleuchtungskonsistenz
Die KI versucht, die Beleuchtung deines Quellbilds beizubehalten. Hat dein Bild eine flache, gleichmäßige Beleuchtung, hat das Video eine flache, gleichmäßige Beleuchtung. Für dynamischere Ergebnisse:
- Verwende Bilder mit gerichteter Beleuchtung (seitlich oder von hinten beleuchtete Motive erzeugen mehr visuelle Tiefe).
- Vermeide gemischte Lichttemperaturen, es sei denn, das ist der gewünschte Effekt.
- Gib die Beleuchtung in deinem Prompt an, wenn du das im Bild Vorhandene überschreiben oder verstärken willst: “warm golden-hour lighting” oder “dramatic rim lighting.”
Was du vermeiden solltest
- Viel Text oder Wasserzeichen: Die KI versucht, sie zu animieren, was verzerrten Text erzeugt.
- Extreme Gesichts-Nahaufnahmen: Können in der generierten Bewegung Uncanny-Valley-Effekte hervorrufen.
- Collagen oder mehrteilige Bilder: Die KI kann Schwierigkeiten haben zu erkennen, welches Element das Motiv ist.
- Sehr dunkle oder sehr helle Bilder: Kontrastarme Bilder geben der KI weniger Informationen zum Arbeiten.
Häufige Probleme beheben
Charakter-Drift (Motiv verändert das Aussehen)
Symptom: Gesicht, Kleidung oder Körperform der Figur verschieben sich während des Clips merklich.
Lösung:
- Vereinfache deinen Prompt auf ein einziges Motiv mit einer Hauptaktion.
- Entferne alle Anweisungen, die Szenenwechsel oder neu auftretende Figuren andeuten.
- Nutze die “as the first frame”-Fixierung für maximale Konsistenz.
- Achte darauf, dass dein Referenzbild ein klares, gut ausgeleuchtetes Gesicht hat.
Bewegungsunschärfe oder ruckelige Bewegung
Symptom: Das Video wirkt verwackelt oder hat unnatürliche Bewegungsunschärfe.
Lösung:
- Ersetze schnelle Aktionsverben durch glattere Alternativen. Verwende “slowly walks” statt “runs.”
- Füge Glättungsvorgaben hinzu: “smooth continuous motion, no sudden movements.”
- Reduziere die Cliplänge. Ein 5-Sekunden-Clip mit einer Bewegung ist glatter als ein 15-Sekunden-Clip mit mehreren Aktionen.
- Vermeide es, mehrere Kamerabewegungen in einem Clip zu kombinieren.
Falscher Bildausschnitt oder beschnittenes Motiv
Symptom: Die Ausgabe beschneidet dein Motiv oder rahmt die Szene anders als dein Quellbild.
Lösung:
- Stelle das Ausgabe-Seitenverhältnis exakt auf das Verhältnis deines Quellbilds ein.
- Gib den Bildausschnitt explizit an: “medium close-up”, “wide shot” oder “full body shot.”
- Verwende “as the first frame”, um die Komposition zu fixieren.
Statische Ausgabe (nichts bewegt sich)
Symptom: Das generierte Video sieht aus wie ein Standbild mit minimaler oder keiner Bewegung.
Lösung:
- Sei konkreter, was sich bewegt. Statt “the scene comes to life” beschreibe exakte Aktionen: “hair blows in the wind, leaves fall in the background, clouds drift across the sky.”
- Füge eine Kamerabewegung hinzu, um zumindest etwas visuelle Dynamik zu erzeugen.
- Erhöhe die Dauer, um der KI mehr Frames zum Arbeiten zu geben.
Beleuchtung verändert sich mitten im Clip
Symptom: Beleuchtung oder Farbtemperatur ändern sich während des Videos merklich.
Lösung:
- Gib die Beleuchtungskonsistenz explizit an: “maintain consistent warm lighting throughout.”
- Vermeide Prompts, die Tageszeitwechsel andeuten, es sei denn, das ist deine Absicht.
- Verwende kürzere Cliplängen – die Beleuchtung ist in 4- bis 5-Sekunden-Clips stabiler als in 15-Sekunden-Clips.
Unnatürliche Hand- oder Gesichtsbewegungen
Symptom: Hände verformen sich, zusätzliche Finger erscheinen oder Gesichtsausdrücke wirken unheimlich.
Lösung:
- Vermeide Prompts für Nahaufnahmen von Handgesten oder extreme Gesichtsausdrücke.
- Halte die Kamera auf mittlerer oder größerer Distanz zum Motiv.
- Verwende einfachere Handaktionen: “holds the cup” funktioniert besser als “picks up the cup while gesturing.”
- Wenn Hände für die Szene nicht entscheidend sind, halte sie unscharf oder außerhalb des Bildausschnitts.
FAQ
Welche Bildformate akzeptiert Seedance 2.0 für Bild-zu-Video?
Seedance 2.0 akzeptiert Bilder in den Formaten JPG, PNG und WebP. Für beste Ergebnisse verwendest du Bilder mit 2K-Auflösung (2048x1152) oder höher mit klar erkennbaren Motiven und guter Beleuchtung.
Wie viele Referenzbilder kann ich gleichzeitig hochladen?
Du kannst pro Generierung bis zu 9 Referenzbilder hochladen, zusätzlich bis zu 3 Videoclips und 3 Audiodateien, also maximal 12 Dateien insgesamt.
Kann ich steuern, in welchem Frame mein Bild erscheint?
Ja. Nutze die First-Frame-Technik, indem du “@Image1 as the first frame” in deinen Prompt schreibst. Damit fixierst du dein Bild als Eröffnungsframe und die KI animiert von dort aus vorwärts.
Warum sieht meine Figur im generierten Video anders aus?
Charakter-Drift entsteht meist, wenn dein Prompt zu viele Aktionen oder Szenenwechsel beschreibt. Vereinfache auf ein einziges Motiv und eine Hauptbewegung. Achte außerdem darauf, dass dein Referenzbild hochauflösend und gut ausgeleuchtet ist.
Wie lange dauert die Bild-zu-Video-Generierung?
Ein typischer 5-Sekunden-Clip in 2K-Auflösung benötigt etwa 60 Sekunden zur Generierung. Längere Dauern und komplexere Referenz-Setups können entsprechend mehr Zeit in Anspruch nehmen.
Kann ich Seedance 2.0 Bild-zu-Video für kommerzielle Projekte nutzen?
Ja. Mit einem kostenpflichtigen Dreamina-Abo generierte Inhalte dürfen kommerziell genutzt werden, vorbehaltlich der Nutzungsbedingungen von ByteDance. Prüfe die aktuellen Bedingungen für deinen konkreten Anwendungsfall.
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